GamesCom 2012

Jetzt hat es mich doch gestern nach Köln auf die GamesCom verschlagen (thx dr.spitzbube ^^ ).

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Und diese Messe ist einfach ein total verrücktes Großevent das sowohl für Gamer als auch für Messeinteressierte viel bieten kann, aber das könnt ihr an anderen Stellen im Netz besser nachlesen. Ich will nur kurz ansprechen, was mir – versucht distanziert zu betrachten – doch an Schwächen aufweißt:

Sie ist einfach viel zu überlaufen. Punkt. Man muss stundenlang anstehen, wenn man die großen Spiele wirklich anspielen will (die praktischen kleinen “Spielboxen” die sonst immer am Hallenrand waren und nicht so zugelaufen waren, gabs dieses Jahr leider nicht…) – und das obwohl dieses mal garnicht soooo die Blo0ckbuster vor Ort waren wie etwa damals Diablo 3… Denn wenn man 14€ Eintritt (exkl. Anreise, Parkgebühren, etc) ausgibt und man ein Großteil der “Exponate” nur via Trailer sieht, ist das doch irgendwie unbefriedigend und hinterlässt einen gewissen Unmut.
Ich denke das Event ist einfach über die 4 bzw. 5 Messetage hinausgewachsen und könnte sich vlt, entzerren, wenn man es auf ne ganze Woche verlängert… oder größere Standflächen anbietet die die Massen schneller “abfertigen” kann…

Und was ich auch sehr bedenklich finde, ist das Verständnis der Firmen für ihre Zielgruppe(n). Klar – getreu dem Motto “Sex Sells” – gefallen uns männlichen Besuchern die Messehostessen im sexy Outfit; aber wenn man sich umschaut würde ich die Frauenqote unter den Besuchern auf ein gutes Drittel tippen (mal gespannt obs noch offizielle Zahlen dazu gibt…) und die Mädels im Publikum finden halt knapp bekleidete Gogo-Girls nicht gerade ansprechend, wenn nicht sogar denunzierend. Wenn man da das Publikum bei den Shows und Präsentationen näher beobachtet, konnte man sehen, dass hier sicherlich die ein oder andere potenzielle Kundin eher abgeschreckt wurde (krassestes Beispiel fand ich persönlich hier Razer, was im persönlichem Gespräch sogar deren Community-Manager indirekt zugab).
Und gerade für die Spielebranche, die in Deutschland (noch) einen eher umstrittenen Ruf hat und von Klischees (hallo RTL :) ) gefüttert wird, fällt das schon arg negativ auf, wie hier an einer potenziell starken Zielgruppe “vorbeikommuniziert” wird.

Diese beiden Punkte mögen nicht falsch verstanden werden – für das männliche, jugendliche Publikum ist diese Messe perfekt aufgezogen. Mehr Event als reine Messe wird hier der “Community Gedanke” gelebt und umgesetzt. Aber es gibt eben auch eine andere Seite, ein anderes Publikum das angesprochen werden will, um die Branche weiter zu bringen und auch, oder gerade hier, in Mitteleuropa stärker in der Masse zu etablieren.

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